Gedenken an die Pogrome vom 9. November ’38

Am Montag, 9 November 2020 jährt sich die Reichsprogromnacht von 1938, die der Auftakt zu noch aggressiverer Verfolgung war und bei der auch in Werder die Nazis jüdische Mitbürger drangsalierten und vertrieben.
In Werder gibt es 8 Stolpersteine vor 4 Häusern der Stadt. Sie wurden zur Erinnerung an jüdische Mitbürger gesetzt, die Opfer des Naziterrors wurden.
Angesichts der Corona-Pandemie und des Lockdowns ruft das Aktionsbündnis Weltoffenes Werder auf, an diesem Tag der Opfer still zu gedenken und an den Stolpersteinen Blumen niederzulegen und Kerzen zu entzünden.
Stolpersteine findet man in der Torstraße 3, vor Brandenburger Straße 20, Schwalbenbergweg 27 und vor Klaistower Straße 70 in Glindow

CORONA-INFO:
Bitte tragt eine Mund-Nasen-Bedeckung und haltet Abstand zueinander!

Die Mittelmeer-Monologe

FÄLLT LEIDER AUS!!!!

Wir laden euch ein zur Aufführung der Mittelmeer-Monologe am Dienstag, den 10. November 19 Uhr im SCALA Kulturpalast in Werder.

Die Mittelmeer-Monologe sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, basierend auf mehrstündigen Interviews mit Betroffenen und Aktivist*innen der Seenotrettung. Es gewährt Einblicke in die weitgehend unbekannte Arbeit der Menschen auf hoher See, die alles dafür tun, um andere Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Es erzählt uns von den politisch widerständigen Naomie aus Kamerun und Yassin aus Libyen, die sich auf einem Boot nach Europa wiederfinden. Und es berichtet von der oft brutalen Arbeit der „Küstenwachen“ im offenen Meer.
Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit Aktiven verschiedener Initiativen, die sich für den Schutz und die Rechte von Geflüchteten und Menschen auf der Flucht einsetzen.

CORONA-INFO:
Angesichts der wieder stark steigenden Infektionszahlen achten wir bei der Veranstaltung ganz besonders auf den Schutz eurer Gesundheit!
BITE MELDET EUCH ZUR TEILNAHME PER MAIL AN info(ÄT)weltoffenes-werde.de
Die Anzahl der Plätze ist stark begrenzt, so dass ihr in dem großen Saal mit ausreichend Abstand zueinander sitzen könnt. Auf dem Weg bis zu eurem Platz ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Es ist ein Einbahnstraßen-System ausgeschildert und der Saal wird regelmäßig gelüftet.
Für die Kontaktnachverfolgung im Falle eines Infektionsfalles werden gemäß Verordnung eure Kontaktdaten erfasst und nach der vorgeschriebenen Aufbewahrungsfrist vernichtet.
Weitere Infos unter: https://scala-werder.de/

https://www.facebook.com/events/988217024981241/

Mit freundlicher Unterstützung durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung und Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft (BBAG)

Das waren die Aktionswochen Weltoffenes Werder 2020

Trotz Corona und schließlich auch wegen Corona haben wir auch in diesem Jahr die Aktionswochen Weltoffenes Werder organisiert. Mit den zahlreichen Veranstaltungen, gestreckt über zwei Wochen war es uns ein Anliegen gerade in diesen speziellen Zeiten ein deutliches Zeichen zu setzen gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Hass und Hetze und für eine weltoffene, solidarische und friedliche Gesellschaft.

Den Auftakt machte die Eröffnung der von der Organisation „Adopt a Revolution“ entwickelte Ausstellung „Repression, Revolution, Transformation. 1989 und 2011 zusammen erinnern“. Diese geht der Frage nach, welche Gemeinsamkeiten zwischen den Oppositionsbewegungen in der ehemaligen DDR und der Demokratiebewegung in Syrien bestehen.


Im Rahmen der Podiumsdiskussion zur Eröffnung der Ausstellung sprachen Zeitzeuginnen beider Bewegungen über ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse von 1989 in der DDR und 2011 in Syrien. Gemeinsam arbeiteten die Gäste auf dem Podium Gemeinsamkeiten aber natürlich auch große Unterschiede beider Bewegungen heraus und schlugen dabei auch den Bogen zur heutigen Zeit, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Ausstellung war für knapp zwei Wochen in der Heilig-Geist-Kirche zu sehen und lud sowohl Touristinnen auf ihrem Rundgang über die Insel zum verweilen ein und lockte zugleich auch gezielt Interessierte in die historische Kirche.

Mehr Informationen zu Adopt a Revolution und der Ausstellung, die nun durch die Bundesrepublik tourt, finden sich hier: https://adoptrevolution.org/projekt/ausstellung-1989-2011-diktatur-opposition-revolution/

An Kinder und Jugendliche richtete sich der Theaterworkshop „Wir original Werder“. An zwei Nachmittagen ging die Gruppe aus jungen Menschen mit Hilfe theaterpädagogischer Methoden der Frage nach: Was haben wir gemeinsam? Was unterscheidet uns? Was bringt uns zusammen? Und warum sind wir gemeinsam „original Werder“?
Zum „Bankett für die offene Gesellschaft“ (siehe unten) brachten die Kinder und Jugendlichen dann in einer kleinen Performance das Ergebnis ihrer gemeinsamen Suche nach Antworten auf diese Fragen auf die improvisierte Bühne.

Mit Musik und Poesie erfüllte die Gruppe Sauti é Haala das Havelufer. Während die vertonten Gedichte der afrodeutschen Dichterin May Ayim das Publikum eher nachdenklich stimmten, luden Lieder wie „Mama eh“ oder „Sama yaye“ die zahlreichen Gäste zum mitsingen ein. So verband sich die künstlerische Auseinandersetzung mit Rassismus und Kolonialismus mit einer immer wieder auch heiteren und gelösten Atmosphäre.

Der Höhepunkt der Aktionswochen war unser „Bankett für die offene Gesellschaft“. Eine lange gedeckte Tafel, mit mitgebrachten Speisen – so wie wir es ursprünglich geplant hatten – war auf Grund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht möglich. So fanden sich auf der Wiese vor der Heilig-Geist-Kirche die Gäste in kleineren Sitzgruppen mit Kaffee und Kuchen zusammen. Von Kellner*innen wurde ihnen nur Symbolisch Vorspeise, Hauptgang und Dessert serviert. Tatsächlich befanden sich unter den Servierglocken Fragen und Gesprächsanreize, die sich von einem vorsichtigen Kennenlernen mit jedem Gang immer tiefer gehenden Themen und Fragenkomplexen annäherten. „Seit wann lebst du in Werder?“, „Wozu hättest du gerne Mut?“, „Was ist die größte Herausforderung für unsere Gesellschaft?“ …
Dabei verfolgten wir das Ziel, dass Menschen aus Werder miteinander ins Gespräch kommen über die Frage, in welchem Werder sie gerne leben möchten und was sich dafür verändern sollte.
Begleitet wurde die Gesprächssituation von thematischen Informationsständen u.a. von der Initiative Offene Gesellschaft, Schöner Leben ohne Nazis und anderen.

Während die Gespräche an den Tischen langsam ausliefen, begann bereits der Umbau für die anschließende szenische Lesung. Die Autorin Manja Präkels las begleitet von zwei Musiker*innen der Gruppe „Der singende Tresen“ aus ihrem preisgekrönten Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“. Auf eindrucksvoll Weise schildert der Roman das Leben und Erwachsen werden in der Wendezeit in einem Ort in Brandenburg und das Erstarken der Neonazi-Szene.
Die anschließende Diskussion zeigte, wie wichtig die Auseinandersetzung mit diesen auch „Baseballschlägerjahren“ genannten Zeit aus einer Antirassistischen Perspektive ist.
Sehr gefreut haben wir uns über den Besuch unserer Kulturministerin Manja Schüle bei der Lesung.

In der darauffolgenden Woche war die internationale Wandertheatergruppe aus Glindow „Ton und Kirschen“ mit ihrem wunderbaren Stück „Die Legende vom heiligen Trinker“ im Rahmen der Aktionswochen zu Gast. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich der staubige Wendehammer an der Luisenstraße in eine Theaterbühne und rund 150 Menschen verfolgten gebannt die Aufführung. Vor dem Beginn setzte das Publikum noch eine deutliches Zeichen für Humanität und Menschrechte und forderte mit uns gemeinsam die Stadtverordneten von Werder auf, die Stadt zum „sicheren Hafen“ für Menschen auf der Flucht zu erklären. Leider wurde dies in der SVV wenige Tage später mit den Stimmen der CDU und AfD abgelehnt.

Am Mittwoch zeigten wir den Dokumentarfilm „Tokanara“ im Scala Kulturplast. Tokanara porträtiert vier Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und in Brandenburg ein neues ZU Hause gefunden haben. Dabei setzt sich der Film auch kritisch mit den Asylbedingungen in unserem Land auseinander und erzählt von Rassismuserfahrungen, die viele Menschen hier erleben.
Rund 70 Schülerinnen waren gekommen, um den Film zu sehen und anschließend mit den Protagonistinnen ins Gespräch zu kommen. Man konnte deutlich erkennen, wie sehr sich die Schülerinnen das Thema des Films zu Herzen genommen hatten: sie fragten vor allem nach Möglichkeiten, sich gegen Diskriminierung zu engagieren bzw. wie man geflüchtete Personen bei der Ankunft in Deutschland unterstützen kann. So stellten die Protagonstinnen des Films beispielsweise verschiedene Vereine vor, denen die Schülerinnen sich als Ehrenamtliche anschließen könnten. Nach Abschluss der Veranstaltung suchten einige Schülerinnen sogar noch persönlich mit den Referent*innen das Gespräch, weil der Film so viel in ihnen bewegt hatte.

Am selben Tag fand – Corona bedingt – VOR der Gemeinschaftsunterkunft in der Schubertstraße der Abschluss des Recycling-Projekts „Klumpatsch“ statt. Die im Rahmen der kreativen Arbeit der Kinder entstandenen Tiere aus recycelten Materialien verzieren nun den Zaun vor der Unterkunft und verschönern das Gelände.

Den Abschluss der Aktionswochen bildete das Begegnungscafé des Netzwerk Neue Nachbarn, bei dem Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zusammen kommen, sich kennenlernen können und einen Ort für Austausch und Begegnung ermöglicht wird.

In der Stadtbibliothek Werder war im Rahmen der Aktionswochen ein thematischer Bücherstand zum Thema Diversität aufgebaut. Eine passende Veranstaltung konnte leider ebenfalls Corona-bedingt nicht stattfinden.

Wir blicken sehr zufrieden zurück auf diese zwei prall gefüllten Wochen. Viele Menschen haben sich für die zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen interessiert und es gab spannende Gespräche und Debatten. Und die Aktionswochen haben wieder einmal gezeigt: Viele Menschen hier in Werder setzen sich ein für eine weltoffene und solidarische Stadt und zeigen Gesicht gegen jede Form von Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Hass.

Wie bedanken uns ganz herzlich bei allen, die zu den Aktionswochen beigetragen haben. Bei allen Künstlerinnen und Aktivistinnen, den ehrenamtlichen Helfer*innen und bei der Landeszentrale für politische Bildung, der Staatskanzlei des Landes Brandenburg und der Stadt Werder (Havel) für die finanzielle Unterstützung.
Und natürlich bei euch allen, die ihr zu den Veranstaltung gekommen seid!

Zivile Alternativen zur militärischen (Un)Sicherheit – Vortrag und Diskusiom

Am 2. Oktober – Geburtstag Mahatma Gandhis und internationaler Tag der Gewaltlosigkeit – lädt das Aktionsbündnis Weltoffenes Werder ein, über gewaltfreie, zivile Alternativen zur militärischen (Un-)Sicherheit zu diskutieren:
Ralf Becker, Koordinator der von der Ev. Landeskirche in Baden u.a. initiierten Kampagne ‚Sicherheit Neu Denken‘, informiert wie Deutschland eine nicht-militärische, zivile Sicherheitsarchitektur aufbauen kann und stellt die Kampagne ‚Sicherheit Neu Denken‘ vor: www.sicherheitneudenken.de
Jan Stehn referiert die neusten Forschungsergebnisse der US-amerikanischen Wissenschaftlerin Erica Chenoweth zu Erfolgen und Misserfolgen Gewaltfreier Bewegungen.

Corona-Schutz:
Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu stoppen gelten die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln. Die Teilnehmendenzahl ist entsprechend begrenzt. Wir bitten um vorherige Anmeldung,
Bitte haltet Abstand zueinander, tragt nach Möglichkeit eine Mund-Nasen-Bedeckung und geht achtsam miteinander um. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen müssen wir Kontaktdaten erfassen, um ggf. eine Nachverfolgung von Infektionsfällen zu gewährleisten. Die Daten werden von uns ausschließlich für diesen Zweck verwendet und anschließend vernichtet!

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, die Staatskanzlei des Landes Brandenburg und die Stadt Werder (Havel).

Programm der Aktionswochen Weltoffene Werder 2020

Wir freuen uns, für die Aktionswochen Weltoffenes Werder wieder ein fantastisches Programm präsentieren zu können: Ausstellung, Lesung, Theater, Musik, Kino, Diskussion und einiges mehr.
Alle Infos zu den diesjährigen Aktionswochen und das ausführliche Programm findet sich hier.

75 Jahre Tag der Befreiung

Am 8. Mai jährt sich zum 75. mal das Ende des 2. Weltkrieg und die Befreiung vom Nazi-Faschismus. In Werder findet zu diesem Anlass eine öffentliche Gedenkfeier am 8.5.2020 um 15 Uhr am sowjetischen Ehrenmal auf dem Neuen Friedhof, Kemnitzer Str. 100-103, Werder (Havel) statt.
Die Veranstalung wird organisiert von DIE LINKE Werder (Havel) in Kooperation mit dem Aktionsbündnis Weltoffenes Werder.


Auf Grund der Corona-Pandemie bitten wir darum einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Die Veranstaltung ist auf max. 50 Teilnehmende begrenzt.

Bei „Wir sind Werder“ und im „Blickpunkt Brandenburg“ sind anlässlich des 8.5. eine Gedenkanzeige und ein Artikel erschienen: https://wirsindwerder.de/8-mai-damals-und-heute/

Petition: Potsdam-Mittelmark zum sicheren Hafen erklären

Durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie gerät die humanitäre Katastrophe an den Außengrenzen der EU immer mehr in den Hintergrund. Dabei spitzt sich dort die Notlage der geflüchteten Menschen immer weiter zu.Wir wollen hier in Potsdam-Mittelmark ein Zeichen setzen und haben eine Initiative gestartet, um den Landkreis zum „sicheren Hafen“ für Menschen auf der Flucht zu erklären, der Bewegung „Seebrücke“ die Unterstützung auszusprechen und die Bemühungen in der Region für die Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten zu intensivieren. Dies haben bereits die Landeshauptstadt Potsdam, die Stadt Teltow und über 100 weitere Städte, Kommunen und Landkreise getan.
Wir rufen Organisationen/Institutionen/Gruppen auf, den Aufruf (siehe unten) mitzutragen und zu unterzeichnen.
Einzelpersonen, die den Aufruf unterstützen möchten, können unsere Petition auf der Seite von Change.org unterschreiben.
Den Aufruf wollen wir dann zusammen mit den Einzelunterschriften in einigen Wochen an die Mitglieder des Kreistags und den Landrat übergeben. Wir hoffen, dass unser Anliegen von einigen Fraktionen im Kreistag aufgegriffen und in einen (im besten Fall gemeinsamen) Antrag münden werden.


An die Mitglieder des Kreistags Potsdam-Mittelmark und an Landrat Wolfgang Blasig: Erklären Sie Potsdam-Mittelmark zum „sicheren Hafen“ für Menschen auf der Flucht!

Wir, die unterzeichnenden Organisationen und Personen, fordern den Landkreis Potsdam-Mittelmark auf, sein Engagement für die Unterbringung und den Schutz von geflüchteten Menschen zu verstärken. Die humanitäre Notlage an den europäischen Außengrenzen und insbesondere in den griechischen Lagern erfordert dringenden und sofortigen Handlungsbedarf.

Wir fordern den Landkreis Potsdam-Mittelmark auf, sich zum „sicheren Hafen“ für Menschen auf der Flucht zu erklären und die Initiative „Seebrücke“ und ihre Ziele zu unterstützen. Dazu soll der Landkreis sich solidarisch mit den Menschen auf der Flucht erklären, sich für sichere Fluchtwege und das Ende der EU-Abschottungspolitik einsetzen und öffentlich Position beziehen gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung.
Darüber hinaus soll der Landkreis sich gegenüber dem Land Brandenburg und der Bundesregierung für die Einrichtung neuer bzw. für die deutliche Ausweitung bestehender Programme zur legalen Aufnahme von Menschen auf der Flucht einsetzen und selbst Aufnahmeplätze zusätzlich zur Verteilungsquote (Königsteiner Schlüssel) anbieten.
Dazu gehört auch, sich gegenüber dem Bundesland und der Bundesregierung für die Schaffung rechtlicher und finanzieller Rahmenbedingungen einzusetzen, mit denen die Städte und Gemeinden die Aufnahme von Menschen auf der Flucht über die Verteilungsquote hinaus tatsächlich selbstbestimmt realisieren können.

Begründung:

Durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie gerät die humanitäre Katastrophe an den Außengrenzen der EU immer mehr in den Hintergrund. Dabei spitzt sich dort die Notlage der geflüchteten Menschen immer weiter zu. Im Grenzkonflikt zwischen der EU und Griechenland einerseits und der Türkei auf der anderen Seite, sind die Geflüchteten zum Spielball der internationalen Politik geworden. Das Recht auf Asyl ist außer Kraft gesetzt. Auf der Insel Lesbos im Lager Moria leben tausende Geflüchtete unter unmenschlichen Bedingungen, ohne ausreichende medizinische Versorgung und hygienische Mindeststandards. Der Corona-Pandemie sind diese Menschen besonders schutzlos ausgesetzt.
Jahr für Jahr sterben tausende Menschen im Mittelmeer bei dem Versuch, in Europa Schutz vor Verfolgung und Unterdrückung zu finden.
Dutzende Kommunen – darunter die Landeshauptstadt Potsdam – haben sich mittlerweile zu „sicheren Häfen“ erklärt und angeboten zusätzlich geflüchtete Menschen willkommen zu heißen. Sie setzen sich somit gegen das Sterben im Mittelmeer und an den Außengrenzen der EU ein und fordern eine größere Aufnahmebereitschaft seitens der Bundesregierung. Diese Ziele soll auch der Landkreis Potsdam-Mittelmark aktiv unterstützen und sich der Initiative „Seebrücke“ anschließen.

Unterstützende Organisationen und Gruppen

  • Aktionsbündnis Weltoffenes Werder
  • Arbeitsgruppe Flüchtlinge in Michendorf
  • Beelitz hilft! e.V.
  • Belziger Forum e.V. / Infocafé „Der Winkel“
  • Biohof Werder
  • Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Werder (Havel)
  • Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Beelitz
  • Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Michendorf
  • Ev. Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder (Havel)
  • Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreistag Potsdam-Mittelmark
  • Fraktion DIE LINKE/PIRATEN im Kreistag Potsdam-Mittelmark
  • Fridays for Future Bad Belzig
  • Gemeinschaftlich Wohnen in Götz eG
  • Klimawerkstatt Werder
  • Lehniner Institut für Kunst und Kultur e.V.
  • Piraten (Regionalverband Westbrandenburg)
  • SPD Werder (Havel)
  • StadtMitGestalter e.V Werder
  • Netzwerk Neue Nachbarn Werder
  • Villa Fohrde Bildungs- und Kulturhaus e.V.

Rückmelden und Rückfragen gerne an info[ät]weltoffenes-werder.de

Erinnern an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 75 Jahren

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz durch sowjetische Soldaten befreit. Das Aktionsbündnis „Weltoffenes Werder“ bereitet gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen, Parteien und Personen aus diesem Anlass in Werder ein würdiges Gedenken vor.

Im Oktober 2014 verlegte der Bildhauer Gunter Demnig in Werder an vier Plätzen acht Stolpersteine. Sie erinnern an individuelle Lebens- und Leidenswege von Menschen, die in Zeiten der NaziHerrschaft aufgrund ihrer Religion, „Rasse“, Herkunft, sexuellen Orientierung oder politischen Gesinnung ihres Lebens beraubt wurden.
Für einige der Opfer aus Werder führte der Leidensweg nach Auschwitz in das Vernichtungslager.

An diesen Stolpersteinen wollen wir am 27. Januar 2020, 75 Jahre nach der Befreiung des KZ Auschwitz, dieser Opfer gedenken und daran erinnern, wozu Hass, Ausgrenzung und Rassismus schon einmal in unserem Land geführt haben. Es soll uns Mahnung sein, allen Anzeichen einer Wiederholung entgegenzutreten und denen, die verharmlosen und beschönigen, keinen Raum zu lassen.

Ein Artikel über das Gedenken in „Wir sind Werder“: https://wirsindwerder.de/die-freiheitlichen-grundwerte-die-wir-heute-leben-sind-verletzlich/

Website Jüdische Schicksale in der Havelstadt Werder: https://www.juedische-schicksale-werder.de/blog/gedenken-an-die-opfer-des-holocaust-in-werder-am-27-1-20/