Programm der Aktionswochen Weltoffene Werder 2020

Wir freuen uns, für die Aktionswochen Weltoffenes Werder wieder ein fantastisches Programm präsentieren zu können: Ausstellung, Lesung, Theater, Musik, Kino, Diskussion und einiges mehr.
Alle Infos zu den diesjährigen Aktionswochen und das ausführliche Programm findet sich hier.

75 Jahre Tag der Befreiung

Am 8. Mai jährt sich zum 75. mal das Ende des 2. Weltkrieg und die Befreiung vom Nazi-Faschismus. In Werder findet zu diesem Anlass eine öffentliche Gedenkfeier am 8.5.2020 um 15 Uhr am sowjetischen Ehrenmal auf dem Neuen Friedhof, Kemnitzer Str. 100-103, Werder (Havel) statt.
Die Veranstalung wird organisiert von DIE LINKE Werder (Havel) in Kooperation mit dem Aktionsbündnis Weltoffenes Werder.


Auf Grund der Corona-Pandemie bitten wir darum einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Die Veranstaltung ist auf max. 50 Teilnehmende begrenzt.

Bei „Wir sind Werder“ und im „Blickpunkt Brandenburg“ sind anlässlich des 8.5. eine Gedenkanzeige und ein Artikel erschienen: https://wirsindwerder.de/8-mai-damals-und-heute/

Petition: Potsdam-Mittelmark zum sicheren Hafen erklären

Durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie gerät die humanitäre Katastrophe an den Außengrenzen der EU immer mehr in den Hintergrund. Dabei spitzt sich dort die Notlage der geflüchteten Menschen immer weiter zu.Wir wollen hier in Potsdam-Mittelmark ein Zeichen setzen und haben eine Initiative gestartet, um den Landkreis zum „sicheren Hafen“ für Menschen auf der Flucht zu erklären, der Bewegung „Seebrücke“ die Unterstützung auszusprechen und die Bemühungen in der Region für die Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten zu intensivieren. Dies haben bereits die Landeshauptstadt Potsdam, die Stadt Teltow und über 100 weitere Städte, Kommunen und Landkreise getan.
Wir rufen Organisationen/Institutionen/Gruppen auf, den Aufruf (siehe unten) mitzutragen und zu unterzeichnen.
Einzelpersonen, die den Aufruf unterstützen möchten, können unsere Petition auf der Seite von Change.org unterschreiben.
Den Aufruf wollen wir dann zusammen mit den Einzelunterschriften in einigen Wochen an die Mitglieder des Kreistags und den Landrat übergeben. Wir hoffen, dass unser Anliegen von einigen Fraktionen im Kreistag aufgegriffen und in einen (im besten Fall gemeinsamen) Antrag münden werden.


An die Mitglieder des Kreistags Potsdam-Mittelmark und an Landrat Wolfgang Blasig: Erklären Sie Potsdam-Mittelmark zum „sicheren Hafen“ für Menschen auf der Flucht!

Wir, die unterzeichnenden Organisationen und Personen, fordern den Landkreis Potsdam-Mittelmark auf, sein Engagement für die Unterbringung und den Schutz von geflüchteten Menschen zu verstärken. Die humanitäre Notlage an den europäischen Außengrenzen und insbesondere in den griechischen Lagern erfordert dringenden und sofortigen Handlungsbedarf.

Wir fordern den Landkreis Potsdam-Mittelmark auf, sich zum „sicheren Hafen“ für Menschen auf der Flucht zu erklären und die Initiative „Seebrücke“ und ihre Ziele zu unterstützen. Dazu soll der Landkreis sich solidarisch mit den Menschen auf der Flucht erklären, sich für sichere Fluchtwege und das Ende der EU-Abschottungspolitik einsetzen und öffentlich Position beziehen gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung.
Darüber hinaus soll der Landkreis sich gegenüber dem Land Brandenburg und der Bundesregierung für die Einrichtung neuer bzw. für die deutliche Ausweitung bestehender Programme zur legalen Aufnahme von Menschen auf der Flucht einsetzen und selbst Aufnahmeplätze zusätzlich zur Verteilungsquote (Königsteiner Schlüssel) anbieten.
Dazu gehört auch, sich gegenüber dem Bundesland und der Bundesregierung für die Schaffung rechtlicher und finanzieller Rahmenbedingungen einzusetzen, mit denen die Städte und Gemeinden die Aufnahme von Menschen auf der Flucht über die Verteilungsquote hinaus tatsächlich selbstbestimmt realisieren können.

Begründung:

Durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie gerät die humanitäre Katastrophe an den Außengrenzen der EU immer mehr in den Hintergrund. Dabei spitzt sich dort die Notlage der geflüchteten Menschen immer weiter zu. Im Grenzkonflikt zwischen der EU und Griechenland einerseits und der Türkei auf der anderen Seite, sind die Geflüchteten zum Spielball der internationalen Politik geworden. Das Recht auf Asyl ist außer Kraft gesetzt. Auf der Insel Lesbos im Lager Moria leben tausende Geflüchtete unter unmenschlichen Bedingungen, ohne ausreichende medizinische Versorgung und hygienische Mindeststandards. Der Corona-Pandemie sind diese Menschen besonders schutzlos ausgesetzt.
Jahr für Jahr sterben tausende Menschen im Mittelmeer bei dem Versuch, in Europa Schutz vor Verfolgung und Unterdrückung zu finden.
Dutzende Kommunen – darunter die Landeshauptstadt Potsdam – haben sich mittlerweile zu „sicheren Häfen“ erklärt und angeboten zusätzlich geflüchtete Menschen willkommen zu heißen. Sie setzen sich somit gegen das Sterben im Mittelmeer und an den Außengrenzen der EU ein und fordern eine größere Aufnahmebereitschaft seitens der Bundesregierung. Diese Ziele soll auch der Landkreis Potsdam-Mittelmark aktiv unterstützen und sich der Initiative „Seebrücke“ anschließen.

Unterstützende Organisationen und Gruppen

  • Aktionsbündnis Weltoffenes Werder
  • Arbeitsgruppe Flüchtlinge in Michendorf
  • Beelitz hilft! e.V.
  • Belziger Forum e.V. / Infocafé „Der Winkel“
  • Biohof Werder
  • Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Werder (Havel)
  • Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Beelitz
  • Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Michendorf
  • Ev. Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder (Havel)
  • Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreistag Potsdam-Mittelmark
  • Fraktion DIE LINKE/PIRATEN im Kreistag Potsdam-Mittelmark
  • Fridays for Future Bad Belzig
  • Gemeinschaftlich Wohnen in Götz eG
  • Klimawerkstatt Werder
  • Lehniner Institut für Kunst und Kultur e.V.
  • Piraten (Regionalverband Westbrandenburg)
  • SPD Werder (Havel)
  • StadtMitGestalter e.V Werder
  • Netzwerk Neue Nachbarn Werder
  • Villa Fohrde Bildungs- und Kulturhaus e.V.

Rückmelden und Rückfragen gerne an info[ät]weltoffenes-werder.de

Erinnern an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 75 Jahren

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz durch sowjetische Soldaten befreit. Das Aktionsbündnis „Weltoffenes Werder“ bereitet gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen, Parteien und Personen aus diesem Anlass in Werder ein würdiges Gedenken vor.

Im Oktober 2014 verlegte der Bildhauer Gunter Demnig in Werder an vier Plätzen acht Stolpersteine. Sie erinnern an individuelle Lebens- und Leidenswege von Menschen, die in Zeiten der NaziHerrschaft aufgrund ihrer Religion, „Rasse“, Herkunft, sexuellen Orientierung oder politischen Gesinnung ihres Lebens beraubt wurden.
Für einige der Opfer aus Werder führte der Leidensweg nach Auschwitz in das Vernichtungslager.

An diesen Stolpersteinen wollen wir am 27. Januar 2020, 75 Jahre nach der Befreiung des KZ Auschwitz, dieser Opfer gedenken und daran erinnern, wozu Hass, Ausgrenzung und Rassismus schon einmal in unserem Land geführt haben. Es soll uns Mahnung sein, allen Anzeichen einer Wiederholung entgegenzutreten und denen, die verharmlosen und beschönigen, keinen Raum zu lassen.

Ein Artikel über das Gedenken in „Wir sind Werder“: https://wirsindwerder.de/die-freiheitlichen-grundwerte-die-wir-heute-leben-sind-verletzlich/

Website Jüdische Schicksale in der Havelstadt Werder: https://www.juedische-schicksale-werder.de/blog/gedenken-an-die-opfer-des-holocaust-in-werder-am-27-1-20/